Baran Kok ist der "erste offen schwule K*nake, der in Deutschland rappt", wie er selbst sagt. Aufgewachsen mit dem Glaubenssatz "Du bist Kurde, du darfst nicht schwul sein" hat Baran einen Weg der Selbstakzeptanz hinter sich. Seine Debüt-EP "FAG LIFE" ist alles, was Baran selbst denkt und fühlt: auf die Fresse, sehr vocal und schwul. Im Interview macht er klar: Seine Präsenz in der Deutschrap-Szene disrespected die Culture nicht, sie erweitert sie. Wenn seine Queerness ein Problem ist, dann geht es nicht um Hip-Hop, sondern um Vorurteile: "Ich rappe auch über Bitches, nur dass meine Bitches einen Schwanz haben". Außerdem geht es im Gespräch um internalisierte Homophobie, fragile Männlichkeit und die Frage, warum es nicht alle Männer, aber am Ende doch immer Männer sind. In diesem Zusammenhang sprechen Simon und Baran Kok über den Fall Christian Ulmen und Collien Fernandes.
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