Deutschland (2026)
Als sich 79 nach Christus der Himmel über dem römischen Pompeji verdunkelte, ahnten die wenigsten, welche Tragödie da auf sie zuraste. Sie blieben im Angesicht der Apokalypse lieber zu Hause.
Heute gehören dystopische Untergangsvisionen ganz selbstverständlich zum Soundtrack des 21. Jahrhunderts: Klima, Massenmigration, drohender Weltkrieg, Umweltzerstörung, KI. An Gründen, um in Panik zu geraten, herrscht kein Mangel.
Vielleicht bleibt man im Angesicht der Apokalypse auch lieber zu Hause?
Die vier Millionen Touristen, die jedes Jahr die Ruinen von Pompeji besuchen, denken das offenbar nicht. Die Faszination der im Untergang eingefrorenen Stadt und das stille Grauen der Katastrophe locken seit der Wiederentdeckung 1748 Neugierige aus aller Welt an die Bucht von Neapel.
Der Massentourismus ist heute die vielleicht größte Bedrohung Pompejis - neben dem Vesuv oder dem Supervulkan der Phlegräischen Felder, der auch die benachbarte Millionenmetropole Neapel bedroht. Anfang August erschütterte das stärkste Erdbeben seit 40 Jahren die Region. Wie leben die Neapolitaner mit der ständigen Gefahr?
"aspekte"-Moderatorin Katty Salié schnuppert Schwefel-Düfte mit Dottoressa Lucia Pappalardo vom Vesuv-Observatorium, wird Zeugin des Blutwunders im Dom zu Neapel und spricht mit dem italienischen Intellektuellen Marino Niola über die Kultur Süditaliens, die dem drohenden Untergang mit Humor, Leichtigkeit und einer Prise Aberglauben begegnet. Sie wirft einen Blick auf das blühende -Untergangs-Genre in Film und Literatur und spricht mit dem Schriftsteller Eugen Ruge über seinen Roman "Pompeji" und das mediale Untergangsgeraune der Gegenwart.
Mit Gabriel Zuchtriegel, dem deutschen Direktor des Archäologischen Parks Pompeji, bestaunt Katty Salié die neusten archäologischen Sensationen und begleitet ein Team der Berliner Humboldt-Universität unter Leitung von Prof. Susanne Muth bei Vermessungsarbeiten zum "Pompeji Reset"-Projekt, der digitalen Rekonstruktion der antiken Stadt.
Im Jahr des Untergangs befand sich Pompeji gerade im Umbruch: Die Infrastruktur bröckelte, die Stadt erholte sich noch von einem Erdbeben, die letzten Spuren republikanischen Geistes wurden getilgt und eine multiethnische Stadtgesellschaft mit großer Kluft zwischen Arm und Reich rang mit einer ungewissen Zukunft.
Mit jeder Entdeckung am Golf von Neapel wird deutlicher: Pompeji, das sind wir selbst.
Heute gehören dystopische Untergangsvisionen ganz selbstverständlich zum Soundtrack des 21. Jahrhunderts: Klima, Massenmigration, drohender Weltkrieg, Umweltzerstörung, KI. An Gründen, um in Panik zu geraten, herrscht kein Mangel.
Vielleicht bleibt man im Angesicht der Apokalypse auch lieber zu Hause?
Die vier Millionen Touristen, die jedes Jahr die Ruinen von Pompeji besuchen, denken das offenbar nicht. Die Faszination der im Untergang eingefrorenen Stadt und das stille Grauen der Katastrophe locken seit der Wiederentdeckung 1748 Neugierige aus aller Welt an die Bucht von Neapel.
Der Massentourismus ist heute die vielleicht größte Bedrohung Pompejis - neben dem Vesuv oder dem Supervulkan der Phlegräischen Felder, der auch die benachbarte Millionenmetropole Neapel bedroht. Anfang August erschütterte das stärkste Erdbeben seit 40 Jahren die Region. Wie leben die Neapolitaner mit der ständigen Gefahr?
"aspekte"-Moderatorin Katty Salié schnuppert Schwefel-Düfte mit Dottoressa Lucia Pappalardo vom Vesuv-Observatorium, wird Zeugin des Blutwunders im Dom zu Neapel und spricht mit dem italienischen Intellektuellen Marino Niola über die Kultur Süditaliens, die dem drohenden Untergang mit Humor, Leichtigkeit und einer Prise Aberglauben begegnet. Sie wirft einen Blick auf das blühende -Untergangs-Genre in Film und Literatur und spricht mit dem Schriftsteller Eugen Ruge über seinen Roman "Pompeji" und das mediale Untergangsgeraune der Gegenwart.
Mit Gabriel Zuchtriegel, dem deutschen Direktor des Archäologischen Parks Pompeji, bestaunt Katty Salié die neusten archäologischen Sensationen und begleitet ein Team der Berliner Humboldt-Universität unter Leitung von Prof. Susanne Muth bei Vermessungsarbeiten zum "Pompeji Reset"-Projekt, der digitalen Rekonstruktion der antiken Stadt.
Im Jahr des Untergangs befand sich Pompeji gerade im Umbruch: Die Infrastruktur bröckelte, die Stadt erholte sich noch von einem Erdbeben, die letzten Spuren republikanischen Geistes wurden getilgt und eine multiethnische Stadtgesellschaft mit großer Kluft zwischen Arm und Reich rang mit einer ungewissen Zukunft.
Mit jeder Entdeckung am Golf von Neapel wird deutlicher: Pompeji, das sind wir selbst.
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