Europa. Kontinent im Umbruch, Energie für alle

Sendezeit: 01:30 - 02:20, 26.10.2026
Genre: Europa
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Regie: Pierre-Olivier Francois
Belgien / Deutschland / Frankreich (2022) Energie ist lebensnotwendig und gibt heute mehr denn je Grund zur Sorge. Die Kriege in der Ukraine und am Persischen Golf machen deutlich, wie sehr Europa von fossilen Energieträgern abhängig ist. Dies schwächt Europa und gibt den oft autoritären Exportländern geopolitische Druckmittel an die Hand.
Und: Die Kriege drängen immer wieder die Klimafrage in den Hintergrund. Dabei wirft der steigende Verbrauch umweltschädlicher Energieträger nicht nur wirtschaftliche und politische Fragen auf. Die Dekarbonisierung Europas bleibt trotz allem eine Priorität, und alternative Lösungen gibt es bereits. In Frankreich, Dänemark und der Ukraine nehmen Bürgerinitiativen ihre Energieversorgung selbst in die Hand und investieren gemeinsam in die Produktion ihres eigenen Solarstroms, der weit kostengünstiger ist als das Angebot der nationalen Stromanbieter. Diese Initiativen zeigen, dass die Dezentralisierung der Energieproduktion ein Schlüssel der notwendigen Energiewende sein könnte.
Polen ist zwar immer noch sehr stark von Kohle abhängig, organisiert aber Umschulungsprogramme für Beschäftigte im Bergbau, damit diese auf grüne Berufe um- und in die Windkraft einsteigen können. Bis 2030 werden in Europa eine Million solcher grünen Berufe entstehen. Auch grüner Wasserstoff, der sich momentan noch in der Entwicklungsphase befindet, könnte in Zukunft eine nachhaltige und rentable Lösung für die Industrie darstellen.
Überall auf dem Kontinent existieren funktionierende Lösungen. Nicht nur die aufeinanderfolgenden Krisen, sondern vor allem der Klimawandel verdeutlicht mit aller Deutlichkeit, dass dringend gehandelt werden muss.

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